| Quadratisch, praktisch, gut. Kultur und Theorie des Behälters |
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Die Geschichte des abendländischen Denkens ist von Platons chora bis zu Heideggers Krug geprägt von einer wechselnden Bestimmung des Verhältnisses zwischen Form und Inhalt, Struktur und Materie, Enthaltendem und Enthaltenem. In der Moderne entsteht mit Logistik, Informatik, Papiergeld und Container auf theoretischer wie praktischer Ebene eine Herrschaft inhaltsindifferenter Behälter, die eine kulturkritische Gegenbewegung hervorruft. Kulturkritik lehnt die täuschende Verpackung als das eigentlich Schlechte einer sinn- und ziellosen Konsumkultur ab. Mit der Konjunktur der Computernetze stehen erneut Techniken des Behälters - das Laden von Programmen, das Downloaden von Daten, das Verpacken von Informationen - im Zentrum des Geschehens. Das Seminar unternimmt es, aus der Perspektive der Kulturtechniken des Ladens, Verpackens, Lagerns, Verschiffens den philosophiegeschichtlichen Gang der gegenseitigen Bestimmungen von Einfassendem und Eingefasstem zu untersuchen. |